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Die Abendveranstaltung im Terminal 90 war wieder mal ein voller Erfolg. Neben gutem Essen und Getränken gab es interessante Fachgespräche und Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmer waren so heiß auf die Abendveranstaltung, dass wir sogar einen kleinen Ausfall der öffentlichen Verkehrsmittel zu verantworten hatten. Wir hätten wohl doch Hilfe aus Hong Kong benötigt um alle Teilnehmer schnell genug in die U-Bahn zu bekommen. Natürlich war auch dieses Jahr mit der Abendveranstaltung für viele noch nicht Schluss, sondern es ging noch weiter in die Late Lounge.

Trotz des späten Abends oder auch in manchen Fällen des frühen Morgens war der erste Vortrag “Using ElasticSearch, Logstash & Kibana in system administration” von Alexander Reelsen mehr als gut besucht. Es war wie immer eine Freude zu hören wie sehr ElasticSearch sich um einfache Benutzbarkeit bemüht. Und scheinbar können nicht nur unsere Konferenzteilnehmer inklusive mir nicht genug vom ELK-Stack bekommen, den auch die verschiedenen Case Studies waren beeindruckend. Bei uns klassisch genutzt für Logfilemanagement machen viele Inputs und Outputs plötzlich Sinn wenn man die entsprechende Case Study hört, beispielsweise lassen sich die Wikipedia-Updates in IRC mitverfolgen oder es gibt mit Sysdig ein interessantes Werkzeug zur Überwachung der eigenen IT-Systeme.
Pall Sigurdsson zeigte “Pynag & Friends: Configuration APIs for rest, python and shell”. Pynag ist hierbei eine Art Schweizer Armeemesser mit Funktionen von Konfigurationsparser bis Library zur Plugin-Entwicklung für Nagios und seine “jüngeren und hübscheren Schwestern” Naemon, Icinga und Shinken. Und wiedermal beweisen die Case Studies wie Adagios und Monitoring Iceland sowie die Use Cases wie das Ändern von Schwellwerten in einer unbekannten Konfigurationsstruktur die Mächtigkeit des Tools.
“MonitoringLove with Sensu” von Jochen Lillich gab einen tiefen Einblick in die Infrastruktur und Funktionsweise von Sensu. Ich kann die Liebe für Monitoring verstehen die Sensu erzeugt, auch wenn viele Ansätze wie eine Message-Queue völlig konträr zu den Ansätzen von Icinga sind. Werkzeuge wie eine CLI und ein Bot als interaktive Schnittstelle zur Kommunikation mit dem Monitoring sowie ein einfacher Scale Out und natürlich eine große aktive Community sind einfach schön. Aber so ganz hat mich Amor dann auch nicht mit seinem Pfeil getroffen und ich bleibe dann doch bei Icinga. 😉

Nach den informativen Vorträgen des Vormittags hatten sich alle Teilnehmer sowohl eine Mittagspause (wie immer mit einem Übermaß an Delikatessen) als auch gegebenenfalls eine entspannende Massage verdient.

Nach der Mittagspause ging es frisch gestärkt Bernd Ahlers und Michael Friedrich weiter, die in ihrem gemeinsamen Vortrag zum Thema “Log Monitoring simplified – Get the best out of Graylog2 & Icinga 2” gezeigt haben was herauskommt wenn sich die Entwickler zweier Open Source Projekte zusammentun. Ein Ergebnis davon sieht man bereits im GELF-Writer für Icinga 2. Weitere zukünftige Früchte haben die beiden auch angedeutet die alle sehr spannend klingen und eine sehr gute Integration der beiden Lösungen ergeben wird.
Als vorletztes gab uns Falk Stern einen sehr tiefen Einblick in das “Monitoring mit Graphite” bei Xing, was vor allem gute Hinweise zum Thema Scaling gab, da man bei 18000 Metriken in der Sekunde doch so einiges an Arbeit investieren muss. Zu guter Letzt warf Sebastian Damm in seinem Vortrag “Monitoring VOIP Systems” eine Blick auf die Kernsysteme von Sipgate und wie dort sogar Themen wie Probleme in der Sprachqualität anhand von Kenngrößen automatisiert erkannt werden.

Zusammengefasst lässt sich sagen es war wieder eine erfolgreiche Konferenz mit informativen Vorträgen und interessanten Unterhaltungen und ich freu mich schon aufs nächste Jahr vom 16. bis 18. November 2015!

Dirk Götz
Dirk Götz
Senior Consultant

Dirk ist Red Hat Spezialist und arbeitet bei NETWAYS im Bereich Consulting für Icinga, Puppet, Ansible, Foreman und andere Systems-Management-Lösungen. Früher war er bei einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung als Senior Administrator beschäftigt und auch für die Ausbildung der Azubis verantwortlich wie nun bei NETWAYS.