Ich habe bereits von mehreren Seiten gehört, dass die Entwicklung von screen bereits seit längerem stockt und dass mit tmux ein würdiger Nachfolger existiert. Grund genug um einen kurzen Blick darauf zu werfen.
Die Benutzung von tmux und screen ist auf den ersten Blick sehr ähnlich. Bekannte Befehle wie strg-a n, strg-a c, strg-a p und und strg-a d funktionieren in tmux fast identisch. Fast weil man strg-b anstatt strg-a benutzen muss. In der Konfigurationsdatei (.tmux.conf) ist dies aber auch schnell auf das gewohnte Shortcut umgebogen.

unbind C-b
set -g prefix C-a

Die Handhabung der Sessions ist in tmux etwas anders. tmux list-session listet alle Session auf und mit tmux attach -t <id>  nimmt man eine Session auf. Hier ist tmux etwas komfortabler als screen. Rufen mehrere User gleichzeitig eine Session auf geht tmux besser mit verschiedenen Fenstergrößen um.
Am besten gefällt mir aber der integrierte Tiling Modus von tmux. Ein strg-a % teilt das Terminal vertikal und strg-a “ teilt das Terminal horizontal. Mit strg-a <arrow> bzw. strg-a o kann man zwischen den verschiedenen Splits hin und her wechseln. Mit strg-a <space> wechselt man zwischen bestehenden default-Layouts und mit strg-a O rotiert man die Panels selbst.
Die Bindings sollte man natürlich in der .tmux.conf auf seine eigenen Gewohnheiten anpassen.

Achim Ledermüller
Achim Ledermüller
Lead Senior Systems Engineer

Der Exil Regensburger kam 2012 zu NETWAYS, nachdem er dort sein Wirtschaftsinformatik Studium beendet hatte. In der Managed Services Abteilung ist unter anderem für die Automatisierung des RZ-Betriebs und der Evaluierung und Einführung neuer Technologien zuständig.