Diese Woche sind ein paar von uns bei den DevOpsDays London, welche vom 11. bis 12. November im Mary Ward House stattfinden. Die Anreise war perfekt, da Nürnberg seit einiger Zeit direkt an den London City Airport angebunden ist. So waren wir dann 2,5 Stunden nach Abflug (zugegeben ist eine Stunde davon Zeitverschiebung) bei der Veranstaltung und konnten uns noch über den Rest des Frühstücksbuffets mit gewohnt katastrophalem Filterkaffee hermachen.
underground
Das WLAN hier ist gar nicht mal so gut, sondern real sichtbar nicht existent. So sehr sich die Veranstalter bemüht haben die existierende Infrastruktur zum Laufen zu bringen, so erfolglos war dies auch. Wir können die SSID nicht mal finden und so ist die Suche nach einem erfolgreichen ICMP Request und Reply fast Veranstaltungssport. Da wir aber aus vielen eigenen Veranstaltungen wissen wie schwierig das bei vielen Teilnehmern ist, werfe ich keinen Stein und außerdem soll man sich ja vernetzen.
Ins Programm startete Mark Burgess mit einer sehr wissenschaftlichen Betrachtung von Dev und Ops. Wir hatten ihn auch letztes Jahr auf der OSDC zu Gast und es fällt einem normalen Sterblichen oft nicht leicht seinen Ausführungen zu folgen, da man ihn sicher als Genius bezeichnen kann. Der zweite Teil seines Vortrags nahm dann gut Fahrt auf und war sehr unterhaltsam. Zur Mittagszeit hatte ich dann die Gelegenheit im Namen des Icinga-Teams eine Ignite-Session (20 Slides mit je 15 Sekunden) zu geben.
Sagen wir es wie Goethe: “… ich hatte keine Zeit mich kurz zu fassen”…. aber es blieb mir nichts anderes übrig. Es war schon sehr interessant in der Pause mit Admins zu sprechen die seit Jahren auf Icinga setzen, obwohl die eigene Firma kommerzielle Monitoringsoftware vertreibt.
Heute Morgen gab John Willis einen tollen Vortrag über Software Defined Network (SDN) zum Besten, der mich sehr an  meinen Vortrag zu Thema Software Defined Datacenter auf dem Monitoring-Workshop erinnerte. Inhalt des Vortrags war die Tatsache, dass sich auch die Netzwerkadmins nicht weiter vor Config-Management “schützen” oder “drücken” können. Viele Hersteller bieten in der Zwischenzeit APIs an um Switches und Router programmatisch zu konfigurieren und der Trend ist mit Sicherheit wichtig und nicht mehr aufzuhalten. Diese mächtige Bastion der IT wird fallen, so viel ist sicher!
Am Nachmittag gibt es noch jede Menge Open Spaces, zu denen ich mich jetzt begebe. An dieser Stelle noch ein Dank an Starbucks, ohne die dieser Blogpost nicht möglich gewesen wäre. “Providing toilets and wireless worldwide – That is our mission”
Noch ein Hinweis für alle großen Menschen: Wählt die Underground mit Bedacht, sonst haut ihr Euch den Kopf an:-)

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.