Die Abendveranstaltung war auch dieses Jahr wieder ein sehr geselliger Abend auf dem sich sogar Kölner und Düsseldorfer verbrüdert haben und dies trotz Bier- und Fußball-Debatten. Vielleicht sollten wir unser Ziel einfach von Weltherrschaft in Weltfrieden ändern, wenn Icinga so stark verbindet?
Die mir wohl am häufigsten gestellte Frage neben allem rund um Icinga 2 war, die wie es ist für Netways zu arbeiten. Ich denke meine Begeisterung für das Team, die Produkte, meine Aufgaben und auch unsere Kunden hat man mir angemerkt. Wer diese teilen möchte, kann gern mein neuer Kollege werden! 😉 Dies ist auch der günstigste Weg an unseren Konferenzen teilzunehmen, quasi nur für den Spottpreis einer Seele! 😀
Trotz des Abends war der erste Vortrag gut besetzt. Ich war nicht nur gespannt, ob Rihards Olups es schafft für den ersten Slot fit zu sein, sondern auch wie Zabbix (welches er im Vorjahr mehr theoretisch erklärt hat) sich in der Praxis zeigt. Mein Fazit ist: Die Ansätze sind so unterschiedlich, dass ein Vergleich mit Icinga kaum möglich ist, aber ich glaube ich könnte mich auch für Zabbix erwärmen! Und vor allem der Antwort auf ob es für Zabbix etwas wie Check_MK gibt muss ich beipflichten: “Ich bevorzuge zu monitoren was auf dem System laufen soll, nicht was gerade läuft”
Sehr gespannt war ich auf Alan Robertson vom The Assimilation Project, den ich bereits am Vorabend der Konferenz als sehr sympathisch und interessant kennenlernen durfte. Discovery und Monitoring aus 8 Dimensionen betrachtet mit StarTrek-Anspielungen gespickt ist sowohl amüsant als auch informativ.
Der dritte Talk, den ich am Donnerstag besucht habe, war Oliver Hankeln zu openTSDB. OpenTSB ist eine weitere Datensenke für metrische Daten, allerdings mit dem Ansatz alle Daten aufzuheben und ausgelegt für 100 Millionen und mehr Daten. Interessante Lösung + grausames Frontend erinnert mich irgendwie an Graphite! 😉

Im Anschluss an diesen Vortrag gab es wieder ein mindestens genauso gehaltvolles Mittagessen und etwas für das Wohlbefinden.

Frisch gestärkt ging es weiter mit OpenNMS präsentiert von Jeffrey Gehlbach. Bis jetzt habe ich mich noch nicht ernsthaft mit OpenNMS auseinandergesetzt, aber die neuen Features wie vereinfachtes SNMP- und JMX-Monitoring, dynamisch erstellte Karten und Integration in Ticketsysteme wecken Interesse. Wo nehme ich nur die Zeit her um all die interessanten Tools auszuprobieren?
Fernando Hönig präsentierte uns in einer guten Mischung aus Anforderungen und tatsächlicher Umsetzung “Distributed Monitoring and Cloud Scaling for Web Apps”. Interessanterweise kommen zur Umsetzung auch hier noch Komponenten zum Einsatz, die ich noch nicht kannte, auch wenn die Mehrheit bekannt ist.
Den Abschluss bildete Anders Håål von dessen Vortrag zu dynamischen und adaptiven Schwellwerten ich mir so einiges erwartet habe und ich mich somit schweren Herzens gegen den Parallelvortrag von Martin Fürstenau zu seinem Rewrite des beliebten Check_esx_api entschieden habe. Ich wurde auch nicht enttäuscht, die Lösung bischeck klingt sowohl durchdacht als auch nach der Lösung für einige bekannte Probleme. Der Release-Kandidat steht auch zum Testen bereit!

P.S.: Heute kann ich auch noch den Link zu Icinga Web 2 nachliefern.
P.P.S.: Ich glaube die NSA hat meinen Kommentar von gestern gelesen und noch einen drauf gesetzt! 😀

Dirk Götz
Dirk Götz
Senior Consultant

Dirk ist Red Hat Spezialist und arbeitet bei NETWAYS im Bereich Consulting für Icinga, Puppet, Ansible, Foreman und andere Systems-Management-Lösungen. Früher war er bei einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung als Senior Administrator beschäftigt und auch für die Ausbildung der Azubis verantwortlich wie nun bei NETWAYS.