Der große Tag, dem die einen mit zwiespältigen Gefühlen und die anderen mit großen Erwartungen entgegenblickten, war gestern gekommen. Nun würde sich zeigen, ob man ausreichend trainiert hatte, um die 6,1 km lange Strecke zu bewältigen oder man es schaffen würde die Laufzeit aus dem letzten Jahr zu toppen. Unser Team bestand aus 17 ambitionierten Läufern, inklusive unserer Chefs, die Ihr Versprechen aus dem Vorjahr damit einlösten. Wir versammelten uns eine gute halbe Stunde vor dem Startschuss bereits im Startbereich, um die besten Plätze, möglichst weit vorne, zu ergattern. Wir standen also mitten in der Menge, die langsam aber sicher zu einem riesen Menschenpulk von 15.000 Menschen anschwoll. Aus den Lautsprechern lief Musik, die uns auf den Lauf einstimmte, die Massen bewegten sich dazu, die Atmosphäre war angeheizt und die Nervosität stieg.
Pünktlich um 19:30 fiel der Startschuss, aber es passierte erst mal nichts. Wir liefen nicht, wir standen…und standen…und standen. Da gefühlte 10.000 Menschen vor uns waren, die gruppenweise vorgelassen wurden, warteten wir ca. 20 Minuten bis wir endlich durch den Startbogen laufen konnten und der Ernst begann. Links und rechts der Laufstrecke, haben sich die Fans versammelt, die ihre Teams lautstark mit Zurufen und Pfeifen anfeuerten. Unsere NETWAYS-Fans sah ich gleich nachdem ich etwas über einen Kilometer gelaufen war auf der linken Seite stehen. Ausschau haltend nach den roten NETWAYS-Trikots, versuchten sie schnell ein paar Fotos zu schießen sobald sie einen von uns entdeckten und riefen uns motivierende Worte hinterher.
Schon nach den ersten Kilometern hatte sich der Pulk aufgelöst und man sah so die ein oder andere Kuriosität. Für manche war es scheinbar nicht Herausforderung genug, die Strecke einfach nur so abzulaufen. Die Freiwillige Feuerwehr zum Beispiel, lief bei den schwülen Temperaturen in voller Montur, mit Helm, Gasmaske und Feuerwehranzug. Ein anderer Mitläufer, den ich gesehen habe, trug seine schwächelnde Kollegin huckepack auf dem Rücken. Also ich muss sagen, auch ohne zusätzliche „Stolpersteine“, hat mir der Lauf einiges abverlangt. Auf den letzten Kilometern musste ich nochmal so richtig die Zähne zusammenbeißen und meine ganze Energie zusammennehmen. Dann war auch schon das Stadion in Sicht, indem sich das Ziel befand. Mit letzter Kraft versuchte ich nochmal mein Tempo zu steigern, um eine möglichst gute Zeit zu erzielen. Der Einlauf ins Stadion war überwältigend. Die Arena alleine ist schon sehr beeindruckend, aber das Gefühl es geschafft zu haben, Teil von so etwas großem gewesen zu sein, hat mir einen besonderen Adrenalinschub verpasst. Mitten in der Arena hat sich unser Team, dann wieder zusammengefunden. Den meisten war die Anstrengung ins Gesicht geschrieben, aber vor allem die Freude darüber im Ziel zu sein.
Solch ein Ereignis im Team erleben zu dürfen ist schon einzigartig! Deshalb wird es auch im nächsten Jahr bei uns heißen: Wir sind wieder dabei, beim B2Run! Dann gehen wir aber hoffentlich mit noch mehr NETWAYS- Läufern an den Start!

Stephanie Kotilge
Stephanie Kotilge
Accountant

Steffi ist seit 2011 bei NETWAYS. Sie fing als Office Managerin an und unterstützt seit 2017 als Accountant das Finance & Administration Team in allen buchhalterischen Belangen. In ihrer Freizeit ist sie mit ihrem Sohn immer auf der Suche nach den schönsten Spielplätzen in Nürnberg oder plant den nächsten Familientrip.