sackgasseNächsten Montag ist Schluss mit dem Google Reader. Bereits vor einigen Monaten wurde angekündigt den Dienst einzustellen, was mich persönlich sehr getroffen hat. Seit vielen Jahren nutze ich Reader um mich durch den täglichen RSS-Dschungel zu kämpfen. Die Einfachheit des Dienstes, Performance und die Verfügbarkeit von Offline-Clients für iPad & Co. machten den Google Reader für mich zur ersten Wahl. Umso bescheidener ist es nun, dass ich zwangsläufig handeln muss.

Warum schaltet man bei Google den Reader ab?
Soweit ich weiss, hat Google nicht wirklich begründet warum der Reader abgestellt wird, aber das ist ja übliche Praxis. Die Tatsache dass RSS-Leser eine aussterbende Rasse sind hat sicherlich einen Anteil,  aber auch der Wunsch mehr und mehr Benutzer zur G+ zu bewegen. Den eigentlichen Grund sehe ich jedoch eher damit begründet, dass es in dem Feld der RSS-Reader keine Blumen mehr zu gewinnen gibt und man sich einfach auf Neues konzentrieren möchte. Da hilft es manchmal einfach, den noch so kleinsten Ballast loszuwerden. In den Dimension eine solchen Unternehmens sind die paar Reader-“Kunden” einfach ein Pups.
Als Nutzer eines solchen Dienstes bekommt man aber auch mal wieder einen Fokus auf die entstandene Abhängigkeit. Man hat sich an die Dienste gewöhnt, Apps für Android und/oder iOS gekauft und jetzt drehen einem die Vögel den Hahn ab. Auch kostenlose Dinge haben natürlich einen Wert, aber es ist eben so gut wie unmöglich diesen einzufordern.
Was nun?
Es gibt eine Vielzahl von Alternativen zu Google Reader und jeder muss und soll selber entscheiden, wir er mit RSS in Zukunft verfahren will. Ich persönlich habe mich für Feedly entschieden, da ich auch dort wunderbar mit der Tastatur navigieren kann und Clients für alle gängigen Systeme verfügbar sind. Zwar habe ich vor der Entscheidung über eine selbstgehostete Variante nachgedacht, aber bisher nicht die richtige Lösung gefunden.
Unabhängig davon welchen Client ihr in Zukunft verwendet, solltet ihr unbedingt daran denken feed://www.netways.de darin aufzunehmen. Sonst würdet ihr das alles hier verpassen und das wäre doch mehr als schade!
(Bild CC)

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.