Movember

Movember - Look After Your Health Mo Bros

Neulich habe ich versprochen mehr über meine Sabattical-Erfahrungen zu schreiben. Der Wunsch mehr von der Welt zu sehen als Deutschland wohnt schon lange in mir. Reisen im Urlaub ist toll, aber der Urlaub reicht nie um dabei auch die Sprache richtig zu lernen oder echte Beziehungen aufzubauen. Daher war auch der Gedanke im Ausland zu arbeiten nicht neu.
Um meine Auslandserfahrungen so zu machen wie man es in den verschiedenen Auswanderer Doku-Soaps im Unterschichtenfernsehen sehen kann, bin ich einfach nicht bildungsfern genug.
Ich wollte also nicht einfach irgendwann Sachen packen und losfahren, sondern mir noch von Deutschland aus einen Job zu suchen. Damit begann ich etwa acht, neun Monate vorher. Dabei habe ich gelernt, dass ein Zeitpunkt in so ferner Zukunft in den Köpfen von Arbeitgebern/Personalverantwortlichen wohl noch nicht genug Kontur hat um auf Anfragen die sich darauf beziehen zu reagieren. Das war erstmal recht frustrierend. Aber ich hatte ja die Sicherheit des Sabatticals im Nacken und konnte daher entspannt weitersuchen. Ich habe anfangs via Jobportalen/Stellenanzeigen gesucht und mich nur auf interessante Jobs in Singapur, Neuseeland und Australien beworben. Dabei habe ich gleich klargestellt, dass ich Unterstützung in Bezug auf ein Arbeitsvisum brauche. In allen diesen Ländern ist eine Arbeitserlaubnis für deutsche Diplominformatiker prinzipiell kein Problem, wenn sie denn vom Arbeitgeber unterstützt werden. Meine ganz subjektive Einschätzung ist aber, dass in Singapur Angebot und Nachfrage im IT-Fachkräftemarkt eher ungünstig für Einwanderer mit gewissen Gehaltsvorstellungen sind.
Später habe ich dann meine Methode geändert und mir ein Netzwerk in LinkedIn aufgebaut. Dabei hat mir mein Chef sehr geholfen (Danke Bernd!). Eigentlich bin ich ein Social Media Muffel. Im nachhinein muss ich aber sagen, dass diese Methode deutlich angenehmer und ergiebiger ist. Ich habe mich weiter nur auf interessante Stellen beworben. Die mit Ankündigung via Kontakt, dann aber an die normale Job Adresse geschickten Bewerbungen haben eine Antwortquote von nahezu 100% wo ich zuvor (eigentlich ein Frechheit) gerade mal etwa 30% erreichte.
Letztlich hat mich das zu Bulletproof Networks geführt. Die machen “Mission Critical Hosting” – also eigentlich das, was NETWAYS im Managed Service auch macht.
Ein Projekt/Kunde ist Movember. Movember ist ein Mischwort aus mustache und november, es geht darum Spenden zu sammeln. Ich zitiere hier einfach mal: “The aim is to raise vital funds and awareness for men’s health, specifically prostate cancer and depression in men. The partnership with Bulletproof has helped us to grow into one of the largest men’s health movements in the world.” Ich arbeite im DevOps Team für dieses Projekt.
Wie und was genau … die Serie geht weiter.
PS: Ich habe auch über Amerika nachgedacht, aber die Vereinigten Staaten sind inzwischen nicht mehr so attraktiv wie noch vor 10 Jahren und Kanada ist mir zeitweise zu kalt uns stellenweise zu französisch.