Nach fast 10 Monaten eifriger Recherche befassen wir uns mit dem dritten Produkt der Blog Serie: NagiosQL
NagiosQL ist wie NConf ein auf PHP basierndes Konfigurationstool für Nagios und Icinga. Alle Informationen werden in einer MySQL Datenbank gespeichert und in Konfigurationsdateien exportiert. NagiosQL kann unter nagiosql.org kostenfrei (New BSD License) heruntergeladen werden.
Installationsvoraussetzungen
Die Installation von NagiosQL ist einfach und dank dem Wizard für jedermann leicht händelbar. Der “NagiosQL Installations Assistent” weist uns auf alle fehlenden Pakete und falschen Berechtigungen unser Installation hin.
Voraussetzungen im Groben sind ein Webserver mit PHP, ein Pear Paket und eine MySQL Datenbank.
Nach der Beendigung des Installationswizards ist man dann auf sich selbst und das eigene Suchvermögen gestellt, um die letzten Konfigurationsschritte abzuschließen.
Die Dokumentation auf nagiosql.org darf diesbezüglich noch verbessert werden.
Handling / Usability
Die Oberfläche ist strukturiert und übersichtlich aufgebaut, Menüpunkte sind den Konfigurationsobjekten nach benannt (Hosts, Services, Commands etc.) und durch das Berechtigungskonzept lassen sich unterschiedliche Ansichten für verschiedene Benutzergruppen einrichten.
Funktionen wie das Klonen/Kopieren bestehender Objekte vereinfachen die Arbeit und auch das Host- und Servicetemplate Konzept ist durchdacht. Ein paar Abstriche muss man jedoch in Kauf nehmen. Leider gibt es keine Funktionsübergreifende Suchfunktion und auch verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten die Nagios und Icinga liefern, stellen sich als umständlich heraus.
Das Webinterface könnte im Ganzen noch dynamischer sein und sich der Materie Web 2.0 nähern.
Funktionsumfang
Der Funktionsumfang deckt derzeit alle Konfigurationsmöglichkeiten von Nagios ab.
Einige Punkte wie z.B. die Zuordnung von Hosts zu Hostgruppen bzw. das Zuordnen von Gruppenmitgliedern zu einer Hostgruppe, können noch verbessert werden.
Sehr positiv zu erwähnen ist, dass alle Funktionen sowohl für Nagios als auch Icinga funktionieren.
Enterprise Environments
NagiosQL ermöglicht es Konfigurationsdateien verschiedener Instanzen zu administrieren.
Nach dem Erstellen einer “Domäne” lassen sich Konfigurationsdateien via SSH oder FTP auf eine weitere Nagios oder Icinga Instanz exportieren. Auch das Starten und Stoppen der Instanzen funktioniert über SFTP oder SSH aus der Weboberfläche heraus.
Datenimport
Der Datenimport lässt sich aus der Weboberfläche starten. Zur Auswahl stehen im Standard alle Konfigurationsdateien unterhalb des Nagios ‘/etc’ Verzeichnisses. Beim Importieren beachtet NagiosQL neben den Host- und Servicetemplates auch, ob ein Host vorher aktiviert oder deaktiviert war.