Da einige Diskussionen nach der Abendveranstaltung am 06.04. im Hotel noch intensiviert wurden, war es für einige Teilnehmer eine kurze Nacht geworden. Zum Eröffnungsvortrag von Dr. George Kolomvos hatten sich trotzdem viele Zuhörer im großen Raum eingefunden. In seinem Vortrag zur “Open Source Observatory and Repository” gab er einen Überblick über das noch recht junge Projekt und die Möglichkeiten zum Austausch von Open Source Software in dieser europäischen Open Source Plattform. Einzige Voraussetzung ist ein möglicher Nutzen für einen potentiellen öffentlichen Interessenten.
Thomas brachte uns die Grundlagen von Puppet näher. Um den Einstieg zu finden bekamen wir an dieser Stelle auch noch eine kleine Einführung in die italienische Politiklandschaft. So wurden Facts und vor allem der Einsatz von “Ruby” völlig klar. Bei Puppet werden über eine Deklarationssprache Änderungen an die Clients geschickt wo sie entsprechend vom Puppetagenten umgesetzt werden. An praktischen Beispielen zeigte Tom, wie man mit Anweisungen den sogenannten Manifests Konfigurationsänderungen durchführt.
Martin Loschwitz von LINBIT gab parallel eine Einführung in Pacemaker. Beginnend mit der Historie von Linux HA bis hin zum aktuellen Stand und mit Ausblick auf die Zukunft. Corosync ist bisher die Grundlage für die Clusterkommunikation. Doch Corosync kann leider kein Ringrecovery. Das heisst im Falle eines Ausfalls der Kommunikationsschicht habe ich Probleme mit meinem Cluster auch noch nachdem die Kommunikation wieder läuft. Kronosnet als Multipoint-to-Multipoint, Layer 2 Kommunikationsschicht und neuer Unterbau für Corosync und Pacemaker wird hier wohl noch 2011 für Abhilfe sorgen. Matahari wird als Neuerung und Ersatz für den Local Resource Management Daemon (lrmd) derzeit entwickelt. Auch noch in 2011 wird Pacemaker 1.2 erwartet. Unter anderem sollen ACLs unterstützt werden um Zugriffsberechtigungen für Cluster-Operatoren/Administratoren zu ermöglichen.
Die Open Source Data Center Konferenz 2011 war auch dieses Jahr ein voller Erfolg! Mehr dazu in Kürze…

 
 
 
 
 

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.