Wer sein Benutzerprofil bei jeder Neuinstallation oder einem Update mitnimmt häuft schnell einige Gigabyte an Daten an. Cachedateien von Browsern oder Emailanwendungen wachsen sehr schnell und unkontrolliert. Weiterhin hinterlassen alte Installation ihre Daten und Konfigurationen. Schenkt man ihnen keine Beachtung erhält man ein beachtliches Datengrab. Es gibt auch einen entscheidenden Nachteil beim Aktualisieren der Ubuntu Distribution: Neue Features bleiben aus! Durch die Anpassung von Autostartprogrammen und den Gnome Panels tauchen neue Gadgets von Ubuntu gar nicht erst auf – Ob man sie nun braucht oder nicht.
Auf jeden Fall: Starten mit einem neuen Profil. Natürlich nicht ohne eine Sicherung. Wichtige Programme wie Firefox oder Thunderbird kann man im Profil belassen. Vermisst man bestimmte Dinge oder Konfigurationen einer Anwendung lassen sich diese durch das bestehende Backup leicht wiederherstellen.
Der Hauptgrund für eine verhunzte Konfiguration liegt in den Verzeichnissen $HOME/.gnome2 und $HOME/.config. Ein Reset dieser Verzeichnisse biegt die meisten Fehler wieder gerade.
Gegen Datenhalden gibt es einige Programme die helfen: Ubuntu Tweak, gconf-cleaner oder bleachbit räumen mehr oder weniger stark auf.
Ubuntu Tweak: Entfernt Apt Cache Dateien und findet globale Konfigurationen von nicht mehr installierten Anwendungen. Auch bietet dieses Stück Software einige weitere interessanter Features die allerdings den Ramen sprengen würden.
GConf Cleaner: Räumt die Gnome Registrierung auf, findet alte Einträge im Home aus dem Gconf Backend, sichert diese bei bedarf und lädt die Gnome Konfiguration neu.
BleachBit: Räumt Programmspezifische Einzelteile auf, z.B. Bash History, Chromium Cache und findet auch Dateien welche von Windows- und Macbenutzern hinterlassen worden sind. Insgesamt sehr umfangreich, dafür erhält man am Ende den meisten Speicherplatz!

Alle Programme gibt es über aptitude, außer Ubuntu Tweak welches über Launchpad zu Verfügung gestellt wird! Da sich bei vielen Distributionen schon vieles im verborgenen abspielt wird man überrascht sein was sich selbst in kurzer Zeit alles ansammelt.
Allen eine saubere Woche 😛

Marius Hein
Marius Hein
Head of Development

Marius Hein ist schon seit 2003 bei NETWAYS. Er hat hier seine Ausbildung zum Fachinformatiker absolviert, dann als Application Developer gearbeitet und ist nun Leiter der Softwareentwicklung. Ausserdem ist er Mitglied im Icinga Team und verantwortet dort das Icinga Web.