Für die Installation des NSClient++ zur Windowsüberwachung gibt es generell zwei Möglichkeiten.
Variante eins ist die Installation auf Basis von zum Download bereitstehenden MSI Paketen. Bei dieser Installationsweise werden während des Installationsvorgangs die benötigten Parameter abgefragt.
Bei der zweiten Installationsvariante wird das ZIP Archiv heruntergeladen und auf die Systeme ausgerollt. Vorab sollte allerdings eine Anpassung der globalen Konfigurationsdatei “nsc.ini” erfolgen um die gewünschten Parameter zu setzen. Danach kann dieses Archiv einfach auf beliebig viele Rechner verteilt werden, wobei nach Entpacken des Archives manuell der Windows-Dienst registriert und gestartet werden muss.
Die Registrierung und der Start des Dienstes erfolgt in einer Kommandozeile mit den Befehlen:

# nsclientpp.exe -install
# net start nsclientpp

Beiden Installationswegen gemein ist jedoch der automatische Start des “nsclientpp” genannten Dienstes beim nächsten Neustart des Systems. Wer sich für den manuellen Installationsweg entscheidet muss in der NSC.ini folgende Parameter an die vorhandene Umgebung
Aktivieren der gewünschten Checks in derr [modules] Sektion:

FileLogger.dll
CheckSystem.dll
CheckDisk.dll
NRPEListener.dll
CheckEventLog.dll
CheckHelpers.dll

Durch die Aktivierung der oben genannten DLL’s wird die Funktionalität des NSClient++ bestimmt, eine Erklärung der Funktionen innerhalb der Bibliotheken findet sich in der Dokumentation unter http://www.nsclient.org/nscp/wiki/CheckCommands
Anpassungen im [settings] Abschnitt:

allowed_hosts=<Kommaseparierte IP Adressliste der Monitotingserver>
use_file=1

Die Direktive use_file weist den NSClient an die Konfigurationsdatei anstatt von Registryeinträgen zu verwenden. Bei der Installation wird also lediglich der Dienst registriert, weitere Einstellungen werden nicht in die Windows Registrierung geschrieben.
Zusätzlich müssen noch Kommandoargumente und Sonderzeichen für diese freigeschalten werden, dazu gibt es in der Sektion [NRPE] folgende Parameter die jeweils auf 1 zu setzen sind:

allow_arguments=1
allow_nasty_meta_chars=1

Werden Änderungen an der Konfiguration durchgeführt muss der Dienst durchgestartet werden. Dies erfolgt entweder über den Dienste-Manager oder durch die Kommandozeile:

# net stop nsclientpp
# net start nsclientpp

Ist die Installation und Konfiguration abgeschlossen und der Dienst erfolgreich gestartet kann vom Monitoringserver aus ein erster Test erfolgen:

# /usr/local/nagios/libexec/check_nrpe -H srv-app.int.netways.de -p 5666 -c CheckVersion

Als Antwort des Clients wird hierbei die Versionsnummer der aktuell Installierten NSClient Version zurückgegeben. Sollten hier Fehler auftreten bietet der NSClient die Möglichkeit den Dienst über eine Kommandozeilenoption in den Debugmodus zu schalten und so eventuell auftretenden Fehler zu lokalisieren. Dazu wird als erstes der Dienst gestoppt und der NSClient manuell mit der Option “-test” gestartet.

# net stop nsclientpp
# nsclientpp.exe -test