Unser Kollege Michael Streb hält gerade seinen Vortrag über das Tool LConf zur Speicherung von Konfigurationen für Nagios oder Icinga in einem LDAP Backend. Das Tool ist im Rahmen unserer Projekts bei der AUDI AG entstanden und wird unter der GPL veröffentlicht. Vor der Entscheidung ein eigenes Tool mit LDAP stand der Vergleich verschiedener Lösungsmöglichkeiten, wie direkte Pflege von Konfigurationsdateien, Verwendung eines bereits bestehenden Konfigurationstools oder sogar Subversion. Für die gegeben Anforderungen, insbesondere Benutzerrechte auf unterschiedliche Teile der Konfiguration vergeben zu können, erwies sich LDAP als beste Wahl.
Nach einem kurzen Abriss der Features und Möglichkeiten geht es gleich in die technischen Details: Wie wird der LDAP Server installiert, wie das Schema importiert und mit welchen Tools lässt sich die Konfiguration dann auch wirklich verwalten. Das Tool selbst besteht nur aus einigen Scripten, so dass es selbst nicht installiert werden muss, aber es müssen einige Einträge im LDAP Verzeichnis selbst eingerichtet werden. Danach kann eine bestehende Nagios oder Icinga Konfiguration in die LDAP Datenbank importiert werden dabei kann das Tool sogar Gemeinsamkeiten in der Konfiguration erkennen und diese in eine übergeordnete OU verschieben. Dadurch werden quasi automatisch Template generiert. Anschliessend demonstriert Michael das Tool sogar live, importiert eine bestehende Konfiguration und zeigt wie sich die Konfiguration dann in einem LDAP Frontend wie beispielsweise dem Eclipse SDK administrieren lässt.
LConf kann auf unserem Software Portal http://netways.org/ heruntergeladen werden. Dort läuft auch unser Bug Tracker für Fehlermeldungen oder Verbesserungsvorschläge.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.