Zwar gibt es dieses Tool bereits seit längerem, jedoch kommt es aufgrund der Unkenntnis über das genaue Funktionsprinzip und der Befürchtung der Proxy könnte den Datenbank-Verkehr als zusätzliche Komponente lahmlegen, noch eher selten im produktiven Umfeld zum Einsatz.
Der MySQL-Proxy ist eine klassische Middleware-Komponente welcher zwischen MySQL-Client und einer oder auch mehrerer Datenbank angesiedelt ist. Mit Hilfe einer integrierten LUA-Scriptsprache kann der Administrator den ein- und ausgehenden Datenverkehr überwachen und bei Bedarf auch verändern. So können z.B. Select-Statements explizit auf einen Replikat-Slave geroutet werden um den Master-Server zu entlasten.
Aus Performancesicht ist aber besonders das Thema Connection-Pooling und Load-Balancing interessant. Der Proxy kann eingehende Anfragen im Round-Robin-Prinzip an die verfügbaren Server verteilen und hält die Verbindung zwischen den einzelnen Abfragen offen. Oft ist die eigentliche Applikation nicht mit einem Connection-Pool ausgestattet, so dass sich der Einsatz des Proxys durch die Reduzierung der langsamen Verbindungsverwaltung positiv auf die Applikationsperformance auswirken kann.
In den nächsten Teilen werden wir uns einigen Datenbankparametern annehmen.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.