Bernd hilft – Das passt ja wie die Faust aufs Auge!

Bernd hilft – Das passt ja wie die Faust aufs Auge!

This entry is part 3 of 3 in the series Bernd hilft!

Wir kennen uns doch, also sagen wir zumindest ein bisschen. Zumindest bin ich vielen von Euch schonmal bei der ein oder anderen Konferenz über die Füße gelaufen, denn die Welt ist ja klein.

Ich versuche mich also mal an einer kleinen psychoanalytischen Analyse eurer Persönlichkeit:

“Sie sind auf die Zuneigung und Bewunderung anderer angewiesen, neigen aber dennoch zu Selbstkritik. Ihre Persönlichkeit weist einige Schwächen auf, die Sie aber im Allgemeinen ausgleichen können. Beträchtliche Fähigkeiten lassen Sie brachliegen, statt sie zu Ihrem Vorteil zu nutzen.

Äußerlich diszipliniert und selbstbeherrscht, neigen Sie dazu, sich innerlich ängstlich und unsicher zu fühlen. Mitunter zweifeln Sie stark an der Richtigkeit Ihres Tuns und Ihrer Entscheidungen. Sie bevorzugen ein gewisses Maß an Abwechslung und Veränderung und sind unzufrieden, wenn Sie von Verboten und Beschränkungen eingeengt werden. Sie sind stolz auf Ihr unabhängiges Denken und nehmen anderer Leute Aussagen nicht unbewiesen hin. Doch finden Sie es unklug, sich anderen allzu bereitwillig zu öffnen.

Manchmal verhalten Sie sich extrovertiert, leutselig und aufgeschlossen, dann aber auch wieder introvertiert, skeptisch und zurückhaltend. Manche Ihrer Erwartungen sind ziemlich unrealistisch.“

Na, was denkst Du? Zu wieviel Prozent trifft die vorangegangene Beschreibung auf Dich zu? Bei angenommen 80% bist Du genau dort, wo auch die Testgruppe von Bertram R. Forer vor vielen Jahre lag, als er unterschiedliche Persönlichkeitstests von seinen Studenten machen ließ und alle mit der gleichen “Analyse” quittierte.

Das wir uns im Grunde dadurch relativ gut beschrieben fühlen, liegt in der sehr allgemeinen und vagen Beschreibung der charakterlichen Merkmale. Dieses als Barnum-Effekt bekannte Phänomen nutzt unsere Tendenz, auch nicht zutreffende Aussagen auf uns zu projizieren, so lange wir uns damit wohl fühlen und identifizieren können. Desto größer die potentielle Zielgruppe, desto eher die Chance das wir ein Teil davon sind.

Jeder der uns professionell etwas verkaufen möchte, sei es nun Ware oder eine politische Meinung, macht sich dieses Phänomen zu nutze. Ein paar Beispiele:

  • Ihnen liegt ihrer Familie am Herzen
  • Für den sportlichen und ambitionierten Fahrer
  • Sie möchten beste Qualität zum besten Preis

Wir zerlegen das mal und schauen uns die oben genannten Beispiele, welche den Raum für eine eigene Blogserie geben würden, mal genauer an:

Ihnen liegt ihre Familie am Herzen
Dabei handelt es sich um ein Grundbedürfnis, dass vermutlich auf die meisten Menschen unter uns zutrifft, da sie um die Gesundheit, finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit ihrer Familie bemüht sind. Sie deckt also eine grundsätzliche Sorge ab, mit der sich quasi jeder identifizieren kann.

Für den sportlichen und ambitionierten Fahrer
Autowerbung und die dafür beauftragten Werbeagenturen sind wahre Meister in psychologischer Manipulation, von denen der Barnum-Effekt nur einer unter vielen ist.

“Natürlich bin ich ein sportlicher Fahrer und ambitioniert bin ich ohne Ende”.

Denke ich mir zumindest, wenn mir bei Betrachtung der Werbung gerade ein Erdnussflip aus dem Mundwinkel fällt, während ich mich in Jogginghose auf dem Sofa wälze. Es handelt sich schlichtweg um Attribute, die die meisten von uns gerne hätten und unser Hirn tut uns dann einfach den gefallen.

Sie möchten beste Qualität zum besten Preis
Die eigentliche Gegensätzlichkeit dieser Aussage lässt uns leicht in die Falle tappen. Die Aussage “Sie möchten maximalen Erfolg bei minimalem Einsatz” hätte man genauso nehmen können. Aussagen die Gegensätze vermitteln schaffen eine solch große Spannbreite, damit sie quasi immer passen.

Das Phänomen wurde übrigens nach P. T. Barnum benannt, da das Motto für sein Kuriositätenkabinett “a little something for everybody” lautete. Es ist also quasi für jeden was dabei. Übrigens auch der Grund warum Horoskope so gut funktionieren, aber ich möchte den Esoterikern unter Euch genauso wenig die gute Laune wie auch die Globuli wegnehmen.

Kann ich nich davor schützen?
Richtig immun kann man gegen dieses Phänomen nicht sein, jedoch hilft es erstaunlich gut, wenn man sich einer potentielle Manipulation bewusst ist.

Übrigens, im November findet wieder unsere diesjährige OMSC in Nürnberg statt. Wer von Euch an den aktuellsten Trends rund um Open Source Monitoring interessiert ist, einfache Werkzeuge für jeden Einsatzfall benötigt und sich und seiner Familie etwas Gutes tun möchte, der sollte sich gleich jetzt ein Early-Bird Ticket sichern.

Wenn wir das sagen, ist es etwas anderes und stimmt immer!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Bernd hilft – Warum wechselt niemand das Klopapier?

This entry is part 1 of 3 in the series Bernd hilft!

Zugegeben eine Fragestellung, welche mich schon seit vielen Jahren beschäftigt und deren Beantwortung sozialpsychologisch mehr als reizvoll ist. Da ich mit Sicherheit nicht der Einzige bin, der sich die Frage immer wieder stellt, ist die Antwort darauf der nächste Teil von “Bernd hilft”.

Selbstverständlich ist die Problematik der leeren Toilettenpapierrolle nur ein Beispiel mit vielen Verwandten wie bspw.:

  • Warum kocht niemand frischen Kaffee?
  • Warum leert bzw. füllt niemand die Spülmaschine?
  • Warum hat der Drucker kein Papier mehr?
  • Warum bringt keiner den Müll raus?

Die leere Rolle Klopapier kann von allen genannten Beispielen jedoch die unangenehmsten Konsequenzen haben und daher ist sie heute sozusagen die Muse meines Beitrags.

Warum fühlt sich niemand verantwortlich?

Das Phänomen, welches für die oben genannten Beispiele verantwortlich ist, nennt sich Verantwortungsdiffusion und wird in Wikipedia wie folgt beschrieben:

“Verantwortungsdiffusion bezeichnet das Phänomen, dass eine Aufgabe, die offensichtlich zu tun ist, trotz genügender Anzahl und Aufmerksamkeit dafür geeigneter Stellen oder Personen nicht angenommen oder ausgeführt wird.“

Der zugrundeliegende Mechanismus hat viele Vertraute. So gibt es eine Vielzahl an Studien, welche die sinkende Bereitschaft zur Hilfe bei einem Unfall mit vielen Beobachtern dokumentieren. Dieser so genannte Bystander-Effekt ist leider schon vielen Opfern bei einer vermeintlich hohen Zahl an Helfenden zum Verhängnis geworden.

Die Antwort auf “Warum fühlt sich niemand verantwortlich?“ ist daher ziemlich einfach. Weil es theoretisch jeder kann, macht es niemand. Und umso mehr es können, desto weniger muss es der Einzelne gefühlt auch tun.

Machen die das zu Hause genauso?

Wenn also das Klopapier nicht erneuert oder der Teller nach Vernichtung des letzten Kuchenstücks nicht gespült wird, kommt einem oft der Gedanke ob “die“ das zu Hause genauso machen.

Interessenterweise ist dies nicht der Fall und der Grund dafür liegt nach kurzer Überlegung auf der Hand. Da macht es nun mal kein anderer. Die meisten Familien haben eine klare Hierarchie und Aufgaben werden zugewiesen und deren Erledigung zudem eingefordert.

So wird die Person, welche im Büro die Spülmaschine noch nie von innen gesehen hat, zu Hause die Tasse ganz selbstverständlich einräumen. Zum einen, weil es die Kinder nicht übernehmen und zum anderen, weil der Partner einem die Spielregeln erneut Vortragen wird.

Wie kann ich Verantwortungsdiffusion vermeiden?

Der Schlüssel zur Vermeidung ist die klare Zuweisung von Aufgaben und Reduzierung von Komplexität. Übertragen wir die Verantwortung für gemeinschaftliche Aufgaben auf kleinere Gruppen, wird es für das Individuum schwieriger, sich im Kreise von wenigen zu verstecken.

Räumt also niemand in der Abteilung die Spülmaschine ein und aus, so könnte man einzelnen Teams bestimmte Wochentage zuordnen. Die reduzierte Anzahl an potentiell ausführenden Personen steigert das individuelle Verantwortungsgefühl. Übrigens gehen die einzelnen Mitglieder großer Gruppen durchaus davon aus, dass sie mehr Kaffee kochen und mehr Papier nachfüllen als die anderen. Irrtum, hier zeigt sich lediglich die selbstwertdienliche Verzerrung von seiner besten Seite. Erfolg projiziert man auf sich, Misserfolg auf andere.

Kann ich das auf meine Organisationsentwicklung übertragen?

Auf jeden Fall! Wie in einer Familie ist es wichtig über solche Probleme zu sprechen. Nicht jeder wird daraus sofort die entsprechenden Konsequenzen ziehen, aber die gesteigerte Aufmerksamkeit kann dem Umdenken förderlich sein.

Menschen brauchen Freiheit, Flexibilität und Entfaltungsmöglichkeiten. Nichts ist langfristig jedoch demotivierender als das Fehlen einer Aufgabe und das mangelnde Wissen über eigene Kompetenz und Verantwortung. Auch wenn sich viele Unternehmen immer wieder an flachen Hierarchien versuchen, ist die Verantwortungsdiffusion ein häufiger Grund für deren Scheitern.

Natürlich gibt es Ausnahmen und Menschen, die sich selbst immer Arbeit suchen und nahezu permanent ihre Stellung und Möglichkeiten im System und der Gruppe auf den Prüfstand stellen. Die Mehrheit leidet jedoch unter ungenauer Zuordnung von Aufgaben und Prozessen.

Umso mehr Mitglieder ein Team also besitzt, desto wichtiger ist die Zuordnung von Aufgaben und der zugrundeliegenden Spielregeln.

Und warum wechselt jetzt keiner die Klopapierrolle?

“Wenn viele es können, werden es weniger machen.”

Und Klopapier wechseln kann schließlich jeder!

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Bernd hilft – Was ist ein Coworking-Space?

This entry is part 2 of 3 in the series Bernd hilft!

Einige Dinge bin ich in den letzten Jahren schon öfters gefragt worden und daher kam mir der Gedanke die Antworten mit Euch zu teilen und somit auch für die Nachwelt (weitere Fragende) festzuhalten.

Ich werde mich daher bemühen, dieser kleinen und manchmal durchaus humoristischen Blogserie über die nächsten Monate etwas Leben einzuhauchen.

Aber jetzt zur eigentlichen Beantwortung der Frage: Was ist ein Coworking-Space?

Laut Statista gibt es weltweit ca. 19000 Coworking-Spaces. Diese Form der Zusammenarbeitet bietet den Mietern größtmögliche Flexibilität bei den Fixkosten und darüber hinaus die Möglichkeit, auf die vorhandenen technischen (Drucker, Fax -> echt jetzt, Toilette) und fachlichen Assets (andere Coworker) des Spaces zurückzugreifen. Dabei entsteht eine lokale Community welche mit Diskussionen, Kaffeeklatsch und kleinen Snacks den Tag zur Erlebnisreise macht und die Uhr in wahnsinniger Geschwindigkeit nach Vorne dreht.

Für viele Neulinge fühlt sich die Arbeit in einem Coworking-Space wie ein Zeitreise an, da man quasi nach dem ersten Kaffee schon wieder in die Feierabendvorbereitung einsteigen kann. Die Zeit wird jedoch nicht mit einer Einstein-Rosen-Brücke überwunden, sondern geht zwischen den verschiedenen Pausen und Toilettengängen quasi auf dem Flur drauf. Coworking ist nichts für Anfänger und es Bedarf einiger Übung und Training, sich den Reizen des unterhaltsamen Faulheit nicht zu unterwerfen. So gehören Kopfhörer und ein Spotify-Abo zur festen Ausstattung, wenn man in dem flexiblen Büro etwas durch die Tür bringen will.

Oberflächlich betrachtet teilen sich die Mieter in einem Coworking-Space in zwei Gruppen auf:

  1. Sie wissen eigentlich nicht wohin (ggf. auch Barcamper) und da dort permanent geheizt wird und mann den Kaffee anschreiben kann, ist der Coworking-Space eine beliebte Anlaufstelle. So kann man dann beim gemeinsamen Google Analytics Frühstück die Zahlen der Vorwoche ignorieren und gemeinsam warten, bis es draußen wieder dunkel wird. Ein Untergruppe war bereits am Vorabend zum SEO-Bingo da und hat noch immer die gleichen Klamotten an.
  2. Hier wird wirklich gearbeitet und die Verpflichtungen im privaten und geschäftlichen Bereich erfordern, dass mehr Geld eingenommen als ausgegeben wird. Diese Gruppe ist sehr einfach daran zu erkennen da sie extrem darum bemüht ist, nicht zu viel Zeit mit Gruppe 1 zu verbringen. Wer das nicht innerhalb der ersten zwei bis drei Monate schafft, kann dann seinen Tisch nicht mehr bezahlen und fällt den Betreibern zu last. Finanziell sind diese Zitronen dann meist schon so ausgepresst, dass selbst unseriöse Inkassounternehmen die Auftragsannahme verweigern.

Als neue Arbeitsform hat sich Coworking fest etabliert und bietet Kleinunternehmern, Freaks und Barcampern ein Zuhause. Darüber hinaus können die Räumlichkeiten auch für andere skurrile Veranstaltungen verwendet werden, da die EDA-Kosten ja bereits grundsätzlich gedeckt werden müssen. Ob nun Berlin, München oder Nürnberg, Coworking verbindet Menschen und ermöglicht Ergebnisse, die auch ohne Coworking möglich wären, wenn man zu Hause die Playstation nicht einschalten würde.

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

Guest Post by Bernd Ahlers: Why don't we love our application logs?

Every application writes logs. And while we don’t need to think about logs in every single context, like on our desktop machines, we should absolutely pay attention to logs on servers. Why? Log files give us insight into the lifecycle of our applications, help us fix problems, and enable us to collect critical business metrics.
So log files are important. Central log management is being adopted in more and more organizations these days, and the benefits are significant. So why don’t we love our application logs more? Why is application logging still such a painful topic?
It’s probably because of two main points.
First, it’s still very difficult to get good structured data out of the myriads of different log formats. We have to reach for black magic like regular expressions and abstractions like Grok to be able to extract data from plain text. This is painful!
Second, because applications only write their logs to the local file system, we have to run log collectors on every machine in order to ship the data to our central log management system. Think about the inefficiency!
Something must change. We should embrace structured logging and write our applications to support it.
At this year’s Open Source Monitoring Conference, I’m talking about Graylog Collector, a tool that can help you to collect logs from legacy applications. I will also talk about how you can improve your applications to support structured logging.
The Open Source Monitoring Conference is a great place to exchange ideas, educate yourself and to get an overview of the current monitoring space. Last year was the first time I attended the conference, and I had a really great time due to awesome speakers and attendees as well as the outstanding organization by Netways.
I look forward to seeing you at my talk. There’s also a hackathon this year after the main conference to actually get something done. Hope to see you there as well!


The Author Bernd Ahlers

 
 
 
 
Bernd Ahlers works for Graylog, Inc. since 2014 to develop the Graylog open source log management platform. Before that he spent some years on developing backend systems and implementing infrastructure automation. Bernd is a member of the Icinga Packages & Tools Team. He pretends to be a climber in his free time.


 

Bernd Erk
Bernd Erk
CEO

Bernd ist Geschäftsführer der NETWAYS Gruppe und verantwortet die Strategie und das Tagesgeschäft. Bei NETWAYS kümmert er sich eigentlich um alles, was andere nicht machen wollen oder können (meistens eher wollen). Darüber hinaus startet er das wöchentliche Lexware-Backup und investiert seine ganze Energie in den Rest der Truppe und versucht für kollektives Glück zu sorgen. In seiner Freizeit macht er mit sinnlosen Ideen seine Frau verrückt und verbündet sich dafür mit seinem Sohn.

CeBIT Live 2010: "Standing Ovations" für Bernd im iX Forum

Bernd hat vor wenigen Stunden seinen Vortrag im iX Forum zum Thema “Ein Open-Source-Data-Warehouse für das IT-Management” beendet.

Das Thema weckte großes Interesse und der Andrang war riesig. Bernd erhielt am Ende sogar “Standing Ovations” weil einige gar keinen Sitzplatz mehr bekommen haben. Wir werden noch einen Blog veröffentlichen indem die Folien vom Vortrag zur Verfügung stehen.

NETWAYS stellt sich vor – Bernd Erk

Bernd Erk
Name: Bernd Erk

Alter: 32
Position bei NETWAYS: Head of Operations
Was genau gehört zu Deinem Aufgabenbereich bei NETWAYS?
Ich kümmere mich bei NETWAYS um alle technischen Bereiche, also Consulting, Managed Services und Development. Hier liegt sowohl der reibungslose Ablauf in meinen Aufgabenbereich als auch die Weiterentwicklung unserer Tools gemeinsam mit dem Entwicklungsteam und die strategische Ausrichtung im technischen Bereichen.
Welche großen Projekte und besonderen Herausforderungen hast Du hier bereits bewältigt?
Da gab es in den zwei Jahren bei NETWAYS schon einige. Im Bereich des Hostings und Manged Services war sicherlich die Runderneuerung unser Hardwareplattform und Vollvirtualisierung unserer Systeme die größte Herausforderung. Hier sind wir auch ständig auf der Suche nach neuen innovativen Lösungen und können dem Grundsatz “Never Change a Running System” nicht immer treu bleiben. Im Bereich der Entwicklung arbeiten wir kontinuierlich daran unseren Entwicklungsprozess zu standardisieren und durch eigene Frameworks die Wiederverwendbarkeit von Komponenten zu erhöhen. Die Entwicklung des Graphers V2 war technisch bisher sicher die größte Herausfoderungen. Auch netways.org als Plattform für unsere Open Source Entwicklungen ist etwas Neues und bisher ein großer Erfolg
An welchen Projekten arbeitest Du gerade?
Aktuelle versuchen wir das Thema Open Source Business Intelligence, insbesondere Reporting, weiter zu pushen. Hierfür haben wir neben eine Blogserie und einem Demo-System schon viele Beispielreports erstellt, welche wir unter netways.org zur Verfügung stellen. Weitere Themen sind in Arbeit und werden auf der diesjährigen OSMC erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Welche größeren oder besonders interessanten Projekte stehen zukünftig an?
Ich denke das ergänzend zu unserem technischen Portfolio im Bereich Monitoring werden in nächsten Jahren auch Softwareprodukte im Open Source Bereich an Bedeutung gewinnen, die bisher eher kommerziellen Lösungen vorbehalten waren. Enterprise Service Bus Lösungen oder das angesprochen Business Intelligence Thema sind nur einige davon.
Was macht Dir an Deiner Arbeit am meisten Spaß?
Auch wenn es mich manchmal frustriert nicht in allen technische Themen detailliert einzusteigen ist die Herausfoderung täglich dazuzulernen sicherlich das spannendste in unserer Branche. Da wir alle an einem Strang ziehen müssen um uns täglich zu verbessern ist somit auch die Arbeit im Team ein wichtiger Faktor.
Welche Technologie oder Entwicklung der letzten Jahre ist Deiner Meinung nach die wichtigste, bzw. herausragendste im Bereich Open Source?
Vermutlich sind es viele einzelne Lösungen die das Web 2.0 (also nach meinem Verständnis den userproduzierten Content) ermöglicht haben. WordPress, Typo3, Joomla aber auch Systeme wie Mediawiki um nur Einige zu nennen.
Puppet, was für die Steuerung und das Management großer Umgebungen einsetzen, ist meiner Meinung nach eine der durchdachtesten Lösungen der letzten Jahre im Bereich Open Source Datacenter.
Was machst Du, wenn Du mal nicht bei NETWAYS bist?
In den letzten Jahren habe ich mich stark beim Bayerischen Roten Kreuz engagiert, was durch meine Sohnemann jedoch ins hintertreffen geraten ist. Somit hat Familie den ersten Platz in der Freizeitplanung erobert.
Wie geht es in Zukunft bei Dir weiter?
Volle Fahrt in 2010 und Erweiterung unseres technischen Portfolios um für kommende Herausforderungen gewappnet zu sein.

CeBIT Live 2009 – Bernds Vortrag auf dem "iX-Forum"

Bernd hat vor wenigen Stunden seinen Vortrag zum Thema “Virtualisierung von hochverfügbaren Umgebungen mit XEN” beendet. Zwangsweise gab es am Ende sogar “Standing Ovations”, da der Andrang im Saal so groß war, dass einige der Zuhörer leider keinen Sitzplatz mehr gefunden haben und im Durchgang stehend den Vortrag verfolgen mussten. Wir finden es super, dass auch mittelständische Unternehmen eine solche Resonanz bekommen und wir anscheinend einen ganz guten Ruf im Bereich Systems Management und Nagios haben.
Auch am SUN Stand ist die Resonanz durchwegs positiv. Aktuell unterstützt Michi gerade Herrn Wiedemann von SUN Microsystems bei Feinheiten im Einsatz von Nagios. Im Anschluss heute steht noch ein weiterer Pflichtermin bei SUN an, die Standparty. Die Party ist uns schon von den vergangenen Jahren bekannt und ist immer wieder ein Highlight.
Um bei alten Bekannten zu bleiben, heute hat uns Lara einen Besuch abgestattet, treuer Gast bei der Nagios Konferenz und eine der wenigen Frauen, die manchem Herrn zum Thema Nagios noch so einiges vormachen kann.
Erste Verluste an der Front: Ein paar Tafeln Nervennahrung, mindestens ein Zentimeter Schuhsohle pro Mitarbeiter und ein iPhone, was die überraschende Bekanntschaft mit dem hannoveranischen Asphalt leider nicht überlebt hat.

NETWAYS stellt sich vor – Bernd Löhlein


Name: Bernd Löhlein

Alter: 25

Ausbildung: Fachinformatiker Anwendungsentwicklung

Position bei NETWAYS: Systems Engineer

Was genau gehört zu Deinem Aufgabenbereich bei NETWAYS?
Mein Aufgabenbereich umfasst die Betreuung der internen Infrastruktur, Kundensysteme im Bereich Managed Services sowie die Umsetzung neuer Kundenprojekte.
Welche großen Projekte und besonderen Herausforderungen hast Du hier bereits bewältigt?
Das größte Projekt in meiner Zeit bei NETWAYS war die Migration der gesamten Infrastruktur auf eine virtualisierte Umgebung, die ohne Beeinträchtigung des täglichen Betriebes stattfinden sollte. Das größte Kundenprojekt bestand aus der Erweiterung des Tradoria-Hostings, bei dem das bisherige Setup ebenfalls virtualisiert und erweitert werden sollte.
An welchen Projekten arbeitest Du momentan – wie ist da der Stand?
Aktuell dreht sich bei mir viel um die Weiterbildung. So absolviere ich mit vielen Kollegen die LPIC-Zertifizierungen und stehe außerdem kurz vor der Prüfung zum IHK-Ausbilder. Ansonsten geht es hauptsächlich um die kontinuierliche Optimierung unserer Infrastruktur in Bezug auf Leistungsfähigkeit und Ausfallsicherheit.
Welche größeren oder besonders interessanten Projekte stehen zukünftig an?
Das interessanteste „Projekt“ für mich wird die Betreuung unseres Auszubildenden nächstes Jahr sein, da ich mich hierbei in eine völlig neue Welt begebe. Vor 2 Jahren war ich ja selbst noch Auszubildender, und jetzt darf ich nach so kurzer Zeit die Ausbildung noch einmal aus der anderen Perspektive durchlaufen.
Was macht Dir an Deiner Arbeit am meisten Spaß?
Die Umsetzung aktueller Entwicklungen im Hard- und Software-Bereich bereitet mir oft Freude und manchmal auch Kopfzerbrechen 😉 Dies verhindert wirksam, dass Langeweile im Arbeitsalltag entsteht, da die Entwicklung nie stillsteht und so ständig neue Konzepte und Möglichkeiten zur Verfügung stehen und ausprobiert werden wollen.
Du unterstützt doch bei den Nagios Trainings, wie hat Dir die erste Schulung gefallen?
Bei der kürzlich stattgefundenen Schulung „Nagios – Availability Monitoring“ konnte ich zum ersten Mal in die Rolle des Ausbilders schlüpfen. Die Aufgabe Wissen zu vermitteln anstatt es umzusetzen war für mich eine neue Erfahrung, und es hat auch sehr viel Spaß gemacht.
Welche Technologie oder Entwicklung der letzten Jahre ist Deiner Meinung nach die wichtigste, bzw. herausragendste im Bereich Open Source?
Als größte Entwicklung der letzten Jahre hat sich für mich die Virtualisierung herausgestellt. Es ist einfach faszinierend zu sehen, wie sehr die vorhandenen Ressourcen immer optimaler genutzt werden können.
Was machst Du, wenn Du mal nicht bei NETWAYS bist?
In meiner Freizeit bin ich viel beim Roten Kreuz in Nürnberg vertreten. Gerade als Ausgleich für einen Bürojob eignet sich so eine ehrenamtliche Tätigkeit bei der man viel unterwegs ist. Zur Entspannung ziehe ich mich manchmal in die heiligen Hallen des Snooker-Clubs zurück und fröne dieser traditionellen englischen Sportart. Und, wenn trotz allem noch Zeit bleibt, widme ich mich gerne meinem Fernseher und Sofa, wobei mich meine inzwischen recht umfangreiche Filmsammlung tatkräftig unterstützt.
Wie geht es in Zukunft bei Dir weiter?
Aktuell geht es in die heiße Phase der Familienplanung, nachdem in ca. 2 Wochen unsere Tochter das Licht der Welt erblickt. Das wird mein bisheriges Leben wahrscheinlich gewaltig umwerfen, aber Angst hab ich davor trotzdem nicht *g* Sonst dreht sich in Zukunft auch noch viel um das Studium, da ich nebenbei Wirtschaftsinformatik an der Fern-Universität studiere. Die größte  Herausforderung wird demnach sein, das alles irgendwie unter einen Hut zu bringen, ohne dass ein Teilbereich leidet…

Pamela Drescher
Pamela Drescher
Head of Marketing

Pamela hat im Dezember 2015 das Marketing bei NETWAYS übernommen. Sie ist für die Corporate Identity unserer Veranstaltungen sowie von NETWAYS insgesamt verantwortlich. Die enge Zusammenarbeit mit Events ergibt sich aus dem Umstand heraus, dass sie vor ein paar Jahren mit Markus zusammen die Eventsabteilung geleitet hat und diese äußerst vorzügliche Zusammenarbeit nun auch die Bereiche Events und Marketing noch enger verknüpft. Privat ist sie Anführerin einer vier Mitglieder starken Katzenhorde, was ihr den absolut...

Bernd Erk im Nagios Community Advisory Board

Bernd ErkUnser Kollege Bernd Erk wurde gestern von Nagios Erfinder Ethan Galstad ins Community Advisory Board seiner Firma Nagios Enterprises LLC berufen. Das Board hat die Aufgabe Ethan bei strategischen Entscheidung zu beraten und entsprechende Inputs aus der Community und von Anwendern an ihn heranzutragen. Ihm gehören einige der bekannten Köpfe der Nagios Community an, unter anderem Hendrik Bäcker, Andreas Ericsson, Joerg Linge, Michael Lübben oder Ton Voon. Viele davon kenne wir ja bereits gut von unseren Nagios Konferenzen und freuen uns natürlich auf die noch engere Zusammenarbeit.
Edit: Zwischenzeitlich wurden alle Unterstützer des Icinga Forks aus dem Advisory Board ausgeschlossen.

Julian Hein
Julian Hein
Executive Chairman

Julian ist Gründer und Eigentümer der NETWAYS Gruppe und kümmert sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Neben seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Background ist Julian häufig auch kreativer Kopf und Namensgeber, beispielsweise auch für Icinga. Darüber hinaus ist er als CPO (Chief Plugin Officer) auch für die konzernweite Pluginstrategie verantwortlich und stösst regelmässig auf technische Herausforderungen, die sonst noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

Bernd Erk im Linux Magazin Sonderheft 03/2008

Ein weiteres Mal hat unser umtriebiger Head of Operations seiner schriftstellerischen Ader freien Lauf gelassen und zum neuesten Linux Magazin Sonderheft mit dem Titel “Bausteine fürs Web von Morgen” einen Artikel beigesteuert.
In seinem Beitrag beschäftigt er sich mit den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die ein MySQL-Proxy entfalten kann, wenn er mit dem notwendigen Know How verwendet wird. So ist der langläufig nur als Vermittler zwischen Datenbank-Client und -Server genutzte MySQL-Proxy mit dem nortwendigen Wissen ohne weiteres in der Lage, eingehende Datenbankabfragen und deren Ergebnisse zu überwachen, zu analysieren und zu verändern.
Bernd beschreibt ausführlich welcher Konfigurationen es bedarf, um den Datenverkehr zu modifizieren und den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend zu manipulieren. Umgesetzt wird das Ganze über die integrierte Lua-Engine, durch welche eine nahezu uneingeschränkte Anpassung der Datenbankabfragen und deren Ergebnisse ermöglicht wird.
Wie das alles ganau vor sich geht erfährt der geneigte Leser durch die Lektüre des Linux Magazins Sonderheftes 03/2008 ab Seite 22.

Pamela Drescher
Pamela Drescher
Head of Marketing

Pamela hat im Dezember 2015 das Marketing bei NETWAYS übernommen. Sie ist für die Corporate Identity unserer Veranstaltungen sowie von NETWAYS insgesamt verantwortlich. Die enge Zusammenarbeit mit Events ergibt sich aus dem Umstand heraus, dass sie vor ein paar Jahren mit Markus zusammen die Eventsabteilung geleitet hat und diese äußerst vorzügliche Zusammenarbeit nun auch die Bereiche Events und Marketing noch enger verknüpft. Privat ist sie Anführerin einer vier Mitglieder starken Katzenhorde, was ihr den absolut...