Nagios ist eine sehr flexible Software. Nicht nur, weil es Open Sorce ist und man den Quellcode selbst anpassen kann, sondern auch durch seine Architektur. So ermöglicht der Nagios Plugin Mechanismus die einfache Erweiterung des Monitorings um eigene und individuelle Checks. Im Bereich des Webinterfaces und der Präsentation ist Nagios leider nicht so flexibel und gerade das starre und schwer anzupassende Webinterface ist häufig ein Kritikpunkt. Insbesondere die "binäre" Rechtevergabe: Wenn ein Benutzer im Webinterface Zugriff auf ein System hat, kann er auch alle Aktionen auslösen und beispielsweise die Überwachung eines Hosts deaktivieren. Dieses Verhalten ist gerade in großen Installationen nicht immer erwünscht.
Durch die NDO (Nagios Data Out) Erweiterungen bietet Nagios seit neuestem auch eine Schnittstelle, um die Daten in andere Systeme zu übernehmen. Im Rahmen eines Kundenprojektes hat NETWAYS ein Monitoring Portal implementiert, in dem sich die Daten aus unterschiedlichen Systemen zusammenführen und in einer Oberfläche anzeigen lassen. Neben den normalen Nagios Zustandsdaten und Logfiles können auch Nagios Grapher Charts, NagVis Karten, Trouble Tickets und Inventarisierungsdaten in einer Oberfläche zusammengeführt werden. Realisiert wurde das Portal mit der ebenfalls freien Content Management Software TYPO3.
| Julian HeinJulian Hein ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Firma NETWAYS GmbH, die schon seit den ersten Versionen von NetSaint und Nagios die Software in Projekten einsetzt. Ebenfalls betreibt NETWAYS das Plugin Portal www.nagiosexchange.org, das sich inzwischen zum offiziellen Repository für Nagios Erweiterungen entwickelt hat. |