VirtualisierungAktuelle Hardware bietet in der Regel Performance im Überfluss. Durch den Einsatz von Virtualisierungstechniken lassen sich mehrere, sogenannte virtuelle Server auf einer echten Hardware installieren. Vorteile von Virtualisierung- Weniger Hardwareabhängigkeit: Da die virtuellen Server, nicht die echte Hardware, sondern den dazwischenliegenden Hypervisor sehen, sind sie nicht an die Hardware gekoppelt. So können virtuelle Server ganz einfach zwischen verschiedenen Hardwareplattformen verschoben werden, ohne dass Treiberprobleme entstehen.
- Bessere Ressourcenauslastung: Da mehrere virtuelle Server auf einer physischen Hardware installiert werden können, lassen sich die Ressourcen, also CPU, RAM, usw. dieses Servers besser nutzen. Gerade wenn bestimmte Dienste auf einem dedizierten Server installiert werden sollten, aber selbst wenig Performance benötigen, eignen sie sich hervorragend zur Virtualisierung.
- Einfachere Einrichtung: Wenn eine Anwendung kurzfristig mehr Performance benötigt, können sehr schnell weitere virtuelle Server installiert werden. Oder es lassen sich zu bestehenden virtuellen Servern durch einfach Konfigurationsänderungen mehr Leistung hinzukonfigurieren. Echte Server müssen erst bestellt oder Hardwareerweiterungen eingebaut werden.
- Geringere Kosten: Durch die eingesparte Hardware entsteht ein Kostenvorteil. Noch deutlicher wird dieser aber durch den eingesparten Strom, den in modernen Rechenzentren macht dieser manchmal mehr als 60% der Gesamtkosten aus.
- Einfachere Wartung: Gerade Hardwarewartungen werden wesentlich vereinfacht. Zum Austausch eines fehleranfälligen Servers kann man alle virtuellen Server temporär auf einen anderen Server umschichten, die problematische Hardware austauschen und dann die virtuellen Server wieder zurückmigrieren.
Virtualisierung in HA UmgebungenAuch in HA Umgebungen kann Virtualisierung sinnvoll sein. Beispielsweise wenn man bei einer Webanwendung Datenbank und Webserver aufteilen möchte. In der Regel bedeutet das einen Rückgang der Verfügbarkeit, denn die Verfügbarkeiten der Hardware multiplizieren sich in diesem Fall. Durch Virtualisierung kann man dieses Problem umgehen, indem man auf jedem physischen Server einen Applikationsserver und einen Datenbankserver in verschiedenen virtuellen Maschinen installiert. Dadurch gibt es zu jedem Server einen passiven Server, der im Fehlerfall die Aufgabe übernehmen kann. Später, wenn wieder mehr Leistung benötigt wird, kann man das Setup auf 4 Server ausdehnen.
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