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Computerwoche 51/52 2003


Zentralle Informationsquelle reduziert Administrationsaufwand

Linde setzte auf quelloffenes Monitoring-System

 

MÜNCHEN (CW) - Der Geschäftsbereich Kältetechnik der Linde AG hat sich für den Einsatz der Monitoring-Software "Nagios" entschieden. Mit Hilfe der Open Source Lösung will das Unternehmen Systemverfügbarkeit und Nutzerzufriedenheit erhöhen und gleichzeitig Kosten sparen.

 

Mit 50 Vertriebsniederlassungen und Produktionsstätten in acht Ländern betreibt der Linde-Geschäftsbereich Kältetechnik ein umfangreiches heterogenes Firmennetz, in dem Windows- und Linux-Server sowie Systeme auf der Basis von Sun Solaris und AIX laufen. Die unterschiedlichen Überwachungsanforderungen der einzelnen Plattformen erforderten bislang eine Vielzahl an Monitoring-Tools, die seperat konfiguriert und bedient werden mussten. Ein weiteres Manko: Es fehlte eine Konsole, in der alle Statusmeldungen zusammenliefen, als zentrale Informationsquelle über den Zustand des Netzes.

 

Um dem Wildwuchs an Überwachungs-Tools ein Ende zu setzen, beschloss Linde, die Insellösungen durch ein zentrales Monitoring-System zu ersetzen. Mit der neuen Lösung sollten sich etwaige Probleme bereits im Vorfeld erkennen und deutlich schneller beheben lassen. Zudem sollte es möglich sein, die Administratoren im Ernstfall via E-Mail, SMS, Pager oder Telefon sowie per Instant Messaging zu benachrichtigen und aussagekräftige Statistikdaten zur Prognose langfristiger Trends generieren.

 

Die Entscheidung fiel zugunsten der Open Source Software "Nagios", deren Implementierung der IT-Dienstleister Netways vorgenommen hat. In einem fünftägigen "Workshop" wurden bereits 130 Server und Netzgeräte aufgenommen, weitere 200 sollen folgen. "Durch das Wegfallen der Lizenzkosten und die kurze Implementierungszeit konnten wir nahezu unmittelbar die Rentabilitätsgrenze erreichen", freut sich CIO Jürgen Overfeld.